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Juni 5, 2020

Sanierung und Ausbau des Schiessstandes in Siblingen


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Hintergründe

Jagd

Jagd ist mehr als ein Hobby – es ist eine Passion. Jäger und davon 5% Jägerinnen wenden viel Zeit dafür auf. Zudem erfüllt die Jagd gesetzliche Vorgaben: Jäger unterstützen mit ihrer Tätigkeit die Landwirtschaft, indem sie helfen, Schäden durch Wildschweine zu vermeiden. Treten dennoch Schäden auf, werden die Bauern durch die Jäger entschädigt. Sie unterstützen die Forstwirtschaft, indem sie helfen, Verbiss- und Schälschäden durch Rehe und Hirsche zu vermeiden. Das Jagdgesetz verlangt:

  • die Artenvielfalt zu erhalten und bedrohte Tierarten zu schützen
  • die von Wild verursachten Schäden in Wald und Landwirtschaft zu begrenzen
  • eine angemessene Nutzung der Wildbestände zu gewährleisten.

Die althergebrachten Grundsätze der Weidgerechtigkeit und das Tierschutzgesetz verlangen, dass Tiere mit sicherem Schuss zur Strecke gebracht werden, ohne zu leiden. Darum sind die Ansprüche an das Schiessen bei der Jägerprüfung sehr hoch. Alle Jägerinnen und Jäger müssen jährlich einen Nachweis ihrer Treffsicherheit erbringen, um den Jagdschein zu erhalten (ca. 240 Jäger und Jägerinnen im Kt. SH).

Schiessen

Sicheres Schiessen verlangt viel und permanente Übung. Es wird geübt auf stehendes Wild (100 m und 150 m Scheiben), ziehendes Wild (30 m und 50 m Lauf-Scheiben) sowie auf Tontauben, die nach Zufallsgenerator fliegen (Simulation des Flugwildes – Jagdparcours). Dafür sowie für die Prüfungen und die Treffsicherheits-Nachweise braucht es eine entsprechende Infrastruktur und zuverlässige technische Anlagen.

Sport

Schiessen ist auch Sport. Sowohl Kugelschiessen auf stehende und bewegliche Ziele als auch Tontaubenschiessen sind olympische Disziplinen. Mittlerweile ist auch der Jagdparcours eine sportliche Disziplin (Europa- und Weltmeisterschaften), die bei weitem nicht nur von Jägern ausgeübt wird – mit steigender Tendenz. Auf dem Schiessstand der JSKS hat u.a. auch der Hallauer Jäger und Olympiateilnehmer (London 2012) und mehrfache Schweizermeister Fabio Ramella Schiessen gelernt (mehr à www.flintencoaching.ch ). Die JSKS sind aktiv in der Förderung des Schiesssportes für die Jugend und darum auch Mitglied im nationalen Dachverband für das Tontaubenschiessen “Swiss Clay Shooting Federation”

Der Schiessstand

  • Der Schiessstand wurde 1969 durch den Jäger und Bauunternehmer Hans Münger erbaut.
  • Der Verein Jagd- und Sportschützen Kurztal Siblingen – JSKS – wurde 1971 gegründet. Die Standmiete belief sich damals auf jährlich CHF 8000.-. Der Mitgliederbeitrag für die Gründungsmitglieder belief sich auf CHF 240.-
  • Übernahme des Schiessstandes am 8. August 2006 von der Witwe Inge Münger durch den Verein. Es wurde eine Rente abgemacht von CHF 5000.- pro Jahr bis zum Lebensende.
  • 2008 wurde der Schiessstand samt Land vom Verein JSKS übernommen.
  • Der Schiessstand wurde ab März 2012 nach und nach saniert:
  • von Zugscheiben auf elektronische Trefferanzeige umgestellt und der laufende Keiler ersetzt. Kostenpunkt CHF 90’000.-,
  • 2015 Ersatz der Hasenanlage; Kostenpunkt CHF 25’000.-,
  • 2016 Kugelfänge für 3 x 100m und 1 x 150m, Kostenpunkt CHF 25’000.-

Sanierungsbedarf

Die Anlage ist die Jahre gekommen… Das Dach rinnt, das gefährdet die tragenden Konstruktionen. Die Fenster “seichen”, es ist trotz hoher Heizkosten ungemütlich im Raum (Beiz, die auch als Instruktionsraum gebraucht wird). Die Elektroinstallationen halten einer behördlichen Prüfung nicht mehr stand, der Cheminée-Ofen muss ersetzt werden usw.

Der Aufwand teilt sich in etwa so auf
(Offerten der Handwerker 2019, eingeholt durch die Bauleitung – Firma “götz & partner”), gerundet:                                

Dach CHF    80’000.00
Fenster CHF    17’000.00
Elektroinstallationen CHF    12’000.00
Ofen CHF    12’000.00
Roh- und Ausbauarbeiten CHF    12’000.00
Reserve CHF    11’000.00
Planung und Bauleitung CHF    10’000.00
Baunebenkosten (Gebühren, Versicherung usw.) CHF      1’000.00
Fundraising, Koordination, Kommunikation CHF      3’000.00
Malerarbeiten CHF      3’000.00
Entsorgung und Reinigung CHF      4’000.00
TOTAL Instandstellung CHF 165’000.00

Bei der Auswahl der Handwerker wurde die Priorität auf a) Orts- bez. Regions-Ansässige und b) Jäger gelegt. Ein detaillierter Kostenvoranschlag kann zugeschickt werden.

Ausbau-Bedarf

Die Benutzerzahlen der letzten Jahre zeigen, dass in unserem Kanton ein verstärktes Bedürfnis nach sportlichem Jagdparcours-Schiessen besteht. Zudem werden alle Schrotschiess-Einrichtungen der von hier aus nächsten Jagdschiess-Anlage Embrach ab 2020 geschlossen. Somit entfallen für uns dort die Übungsmöglichkeiten. Aus Sicherheitsgründen muss für die Munition ein Container beschafft und montiert werden.

Die Beiz wird auch als Schulungsraum für Jungjäger, für Schiesskurse sowie für die 300m-Jungschützen der Schützengesellschaft Siblingen gebraucht. Dort fehlen zeitgemässe Anlagen für die Instruktion.

Munitions-Container inkl. Ablad, Zubehör & Einrichten CHF    12’000.00
Wurfmaschinen für das sportliche Jagdparcours-Schiessen CHF    30’000.00
Multimedia-Geräte und -Installationen für Instruktion CHF      5’000.00
TOTAL Ausbau CHF    47’000.00
Gesamtsumme Instandstellung CHF  165’000.00
Gesamtsumme Sanierung und Ausbau CHF 212’000.00

Finanzierungsplan

Kanton Schaffhausen (Swisslos Sportfonds)*** CHF    41’000.00
Gemeinden (28% der Jagdpacht-Einnahmen von 330’000.-/Jahr) CHF    92’000.00
Firmen (Lieferanten) CHF    20’000.00
Spenden der Jägerschaft CHF    53’000.00
Eigenleistungen der Mitglieder  CHF      6’000.00
Summe CHF  212’000.00
*** Der Sportfonds zahlt gemäss Reglement im Maximum 20% an ein Vorhaben.
Rechtliche Abklärungen haben ergeben, dass der Kanton SH keine Subventionen an private Vereine für Ausbau-Vorhaben leisten darf.

Sponsoring-Konzept

  • Für alle Besuchenden gut sichtbare Spendentafel im Eingangsbereich (Schriftgrösse proportional zum Beitrag)

  • Werbetafeln im Eingangsbereich und in der Beiz/Instruktionsraum***

  • Möglichkeit zum Auflegen von Werbebroschüren***

  • Firmenanlässe: Begleitetes Jagdparcours Schiessen***

  • Werbebanner auf der Webseite www.jsks.ch ***

*** Diese Optionen müssen im Einzelfall abgesprochen werden. Als Richtlinie gilt: Ab CHF 10’000.- ein halber Tag für ca. 10 Personen mit zwei Schiesslehrern. Reklametafeln mit fünf Jahren Laufzeit, Grösse proportional zum Betrag.

Einzahlungen

BS Bank Schaffhausen AG

8215 Hallau

zugunsten von “JSKS – Jagd- und Sportschützen Kurztal Siblingen”

IBAN CH12 0685 8465 8594 3750 0

Steuerbefreiung

Spenden von Privaten sind zu 80% vom Einkommen abziehbar (Verfügung der kantonalen Steuerverwaltung vom 12.2.2020). Eine Spendenbescheinigung wird von uns automatisch geliefert.

Sponsoring von Firmen kann zu 100% als Aufwand verbucht werden, ist also 100% steuerfrei.

Auskünfte

Sponsoring:
Sebastian Hale (Präsident JSKS) [email protected]

Bau- & Planung:
Caspar Schmid (Kassier JSKS) [email protected]

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